Die Pfarrei Oizy Provinz Luxemburg - Belgien Die Pfarrei Oizy liegt im Herzen der belgischen Ardennen in der Provinz Luxemburg und hat eine alte religiöse Geschichte, die tief mit dem ländlichen Leben der Region verbunden ist. Über mehrere Jahrhunderte hinweg bildete sie ein wichtiges geistliches Zentrum für die umliegenden Dörfer und Weiler. Eine alte Pfarrei mit großem Territorium Schon im Mittelalter etablierte sich Oizy als Mutterpfarrei, von der zahlreiche Ortschaften abhingen. Ihr Gebiet umfasste insbesondere Baillamont, Waillamont, Aisies, das Haus von Achy sowie mehrere Mühlen, die entlang der Wasserläufe errichtet wurden und unter den Namen Rouillaumoulin, Royaumoulin oder Ruaumoulin bekannt waren. Im XVIᵉ Jahrhundert wurden angesichts der Abgelegenheit der Weiler und des Bevölkerungswachstums mehrere Neuordnungen der Pfarreien vorgenommen. Im Jahr 1586 werden Gros-Fays mit Six-Planes und Cornimont sowie Chairière aus der Pfarrei Oizy ausgegliedert und zu eigenständigen Einheiten. Außerdem entstehen weitere Kapellen, u. a. in Petit-Fays und Monceau, die den Bewohnern den Zugang zum Gottesdienst erleichtern. Archive und religiöse Organisation Das Pfarrarchiv von Oizy bewahrt wichtige lateinische Dokumente über die Errichtung von Kapellen und die Gründung neuer Pfarreien am Ende des XVIᵉ Jahrhunderts auf. Diese Texte zeugen von der bedeutenden administrativen und spirituellen Rolle, die Oizy in der Region spielte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten sich zahlreiche Pfarrer und Vikare in der Leitung der Pfarrei ab. Einige übten ihr Amt über lange Zeiträume aus und prägten die örtliche Gemeinschaft durch ihr seelsorgerisches Engagement nachhaltig. Zu ihnen gehörte Jean Collart, der von 1685 bis 1738 Pfarrer war und die Gemeinde über fünfzig Jahre lang verwaltete und in der Kirche begraben wurde...



















































